Türkish Soulfood - Authentische türkische Küche
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Ali Nazik: Was das türkische Auberginengericht mit Joghurt und Lammfleisch ausmacht – und wie es sich von Çökertme Kebab unterscheidet.
Dollstraße 6
85049 Ingolstadt
Ali Nazik – auf Türkisch wörtlich „zarter Ali“ oder „feiner Ali“ – ist eines der elegantesten Gerichte der anatolischen Küche und stammt aus der Gaziantep-Region im Südosten der Türkei. Die genaue Herkunft des Namens ist nicht verbürgt, aber die populärste Legende besagt, dass das Gericht einst für den Sultanspalast in Istanbul zubereitet wurde, woraufhin der Sultan es mit den Worten „Ali, nazik!“ – sinngemäß: „Ali, sehr fein!“ – lobte.
Ali Nazik gehört zur Kategorie der sogenannten Patlıcan Yemekleri (Auberginengerichte), die in der südtürkischen und gaziantepischen Küche eine herausragende Rolle spielen. Die Kombination aus geräucherter Aubergine, knoblauchgewürztem Joghurt und zarten Lammfleischstücken macht es zu einem Gericht, das gleichzeitig rustikal und raffiniert ist.
Was Ali Nazik von vielen anderen Auberginengerichten unterscheidet, ist die Methode der Auberginenzubereitung: Die Auberginen werden direkt auf der offenen Flamme oder auf dem Grill geröstet, bis die Schale vollständig verkohlt ist. Erst dann wird das weiche Innere herausgekratzt und mit Joghurt vermischt – das erzeugt ein unverwechselbares Raucharoma, das dem Gericht seine Tiefe gibt.
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Für ein klassisches Ali Nazik werden folgende Hauptkomponenten benötigt:
Die Zubereitung folgt einem klaren Ablauf: Zuerst werden die Auberginen geröstet und geschält. Das Fruchtfleisch wird fein gehackt oder mit einer Gabel zerdrückt und mit dem Joghurt, Knoblauch und Salz vermischt. Diese Basis wird auf einem tiefen Teller ausgebreitet. Darauf kommen die angebratenen Lammfleischstücke mit ihrer Tomatensauce. Den Abschluss bildet gebräunte Butter mit Pul Biber, die als heiße Sauce über das fertige Gericht gegossen wird.
Das Zusammenspiel aus kühlem Joghurt-Auberginenmus, warmem Lammfleisch und heißer Butterwürze ist der charakteristische Kontrast, der Ali Nazik so besonders macht. Das Gericht findest du auf der Speisekarte des Antalya Ingolstadt.
Çökertme Kebab stammt aus der Ägäisregion, genauer aus dem Badeort Bodrum in der Provinz Muğla, und ist dort eine Art Regionalheiligkeit. Der Name leitet sich vom türkischen Verb çökmek ab, was „einsinken“ oder „sich niederlassen“ bedeutet – ein Hinweis auf die charakteristische Schichtung des Gerichts: Das Fleisch „sinkt“ in das darunter liegende Joghurtbett ein.
Anders als Ali Nazik enthält Çökertme Kebab keine Aubergine. Stattdessen besteht die Basis aus dünnen, knusprig gebratenen Kartoffelstreifen, die mit einem großzügigen Löffel Knoblauchjoghurt bedeckt werden. Darüber kommen zarte, in Butter und Tomaten gedünstete Kalbfleisch- oder Lammstreifchen. Den Abschluss bildet – wie bei Ali Nazik – heiße Butterpaprikasauce.
Die Textur ist entscheidend: Die Kartoffelstreifen sollen beim Servieren noch leicht knusprig sein, während der Joghurt kalt oder zimmerwarm bleibt. Das heiße Fleisch und die heiße Butter erwärmen das Gericht von oben, ohne den Joghurt vollständig zu erhitzen – ein feiner Balance-Akt, den erfahrene Köche beim Antalya in Ingolstadt beherrschen.
Beide Gerichte teilen denselben strukturellen Aufbau: Basis aus Joghurt + Fleisch darüber + heiße Butterwürzsauce als Topping. Dieses Prinzip ist typisch für die türkische Kategorie der sogenannten Yoğurtlu Kebaplar (Joghurt-Kebabs), zu der auch Iskender Kebab gehört.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Basis unter dem Joghurt:
Beim Fleisch ist Ali Nazik traditionell mit kleinen Lammwürfeln oder Hackfleisch belegt, Çökertme verwendet dünn geschnittene Kalbs- oder Lammstreifen. Geschmacklich ist Ali Nazik komplexer durch die Rauchnote der Aubergine, während Çökertme durch den Kontrast zwischen Knusprigkeit und Cremigkeit überzeugt.
Wer tiefer in die Geschichte der türkischen Küche eintauchen möchte, findet auf der Wikipedia-Seite zur türkischen Küche einen ausführlichen Überblick über regionale Traditionen und Gerichte.
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