Türkish Soulfood - Authentische türkische Küche

Türkischer Grill - Warum der Mangal das Herzstück der anatolischen Grillküche ist

mit Tradition für Herz und Seele.

Öffnungszeiten

Montag – Freitag 17:00 – 00:00 Uhr
Samstag 12:00 – 01:00 Uhr
Sonntag 12:00 – 22:00 Uhr

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Türkischer Grill: Wie Mangal, Holzkohle und traditionelle Techniken Adana, Şiş und Köfte ihren unverwechselbaren Geschmack geben.

Dollstraße 6
85049 Ingolstadt

Was ist ein Mangal – und warum macht er den Unterschied?

Der Mangal ist ein flacher, langgezogener Holzkohlegrill, der seit Jahrhunderten in der türkischen und anatolischen Küche verwendet wird. Im Gegensatz zu modernen Gas- oder Elektrogrills arbeitet der Mangal ausschließlich mit Holzkohle – oft aus Buche oder Eiche – und erzeugt dabei eine trockene, intensive Strahlungshitze, die dem Fleisch ein einzigartiges Raucharoma verleiht.

Das Besondere am Mangal ist seine flache Bauweise: Die Kohlen liegen nur wenige Zentimeter unter dem Rost, was eine präzise Temperaturkontrolle durch das Verschieben der Glut erlaubt. Erfahrene Grillmeister – auf Türkisch Kebapçı – kennen den Unterschied zwischen der direkten Hitze über der Glut und der sanfteren Randzone genau. Dieses Wissen, kombiniert mit der richtigen Holzkohle, ist der Schlüssel zu saftigem, aromatischem Fleisch.

Ein weiteres Merkmal des Mangals ist die Verwendung von flachen Metallspießen, den sogenannten Şişler. Diese breiten Spieße halten das gewürzte Hackfleisch oder die Fleischstücke sicher in Form und sorgen dafür, dass die Hitze gleichmäßig von allen Seiten eindringen kann.

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Adana Kebab – das schärfste Stück auf dem Spieß

Adana Kebab ist wohl der bekannteste Vertreter des türkischen Grills. Er stammt ursprünglich aus der südtürkischen Stadt Adana und besteht aus grobem Lammhackfleisch, das mit Knoblauch, Salz und vor allem mit getrocknetem Pul Biber – türkischen Chiliflocken – kräftig gewürzt wird. Das Mischungsverhältnis und die Qualität des Chilipulvers entscheiden über die charakteristische Schärfe und Tiefe des Geschmacks.

Traditionell wird für Adana Kebab der Schwanzfettanteil des Lammfleisches (Kuyruk Yağı) mit eingearbeitet. Dieses Fett schmilzt beim Grillen auf der Glut auf, entfacht kurze Flammen und erzeugt den typischen Rauchgeschmack, der Adana Kebab von jedem anderen Hackfleischgericht unterscheidet. Das Fleisch wird von Hand um den breiten Spieß geformt – eine Technik, die Übung und Gefühl erfordert.

Beim türkischen Grillrestaurant Antalya in Ingolstadt wird Adana Kebab nach traditioneller Methode auf dem Mangal zubereitet – direkt über Holzkohle, ohne Abkürzungen.

Şiş Kebab und Köfte – die Klassiker des türkischen Grills

Neben dem Adana Kebab gehören Şiş Kebab und Köfte zu den Grundpfeilern der türkischen Grillküche. Beim Şiş Kebab werden Fleischstücke – meist Lamm oder Hähnchen – mariniert und auf schmale Metallspieße gesteckt. Die Marinade besteht typischerweise aus Zwiebelsaft, Olivenöl, schwarzem Pfeffer und Thymian. Der Zwiebelsaft wirkt als natürlicher Zartmacher und gibt dem Fleisch eine subtile Süße.

Köfte hingegen sind geformte Hackfleischbällchen oder -röllchen, die ebenfalls auf dem Mangal gegrillt werden. Türkische Köfte unterscheiden sich je nach Region erheblich: Während İzmir Köftesi eher klein und rund sind, werden Tekirdağ Köftesi flach und länglich geformt und mit Kreuzkümmel gewürzt. Gemeinsam ist allen Varianten, dass das Hackfleisch – oft eine Mischung aus Rind und Lamm – von Hand geknetet wird, bis es eine feste, gleichmäßige Textur erhält.

Das richtige Grillen von Köfte ist eine Kunst: Zu kurz gegrillt, bleibt das Innere roh; zu lang, werden sie trocken. Auf dem Mangal, mit der richtigen Holzkohleglut, gelingt das gleichmäßige Durchgaren bei gleichzeitig goldbrauner Kruste in wenigen Minuten.

Beilagen und Tradition: Was zum türkischen Grill gehört

Ein vollständiges türkisches Grillgericht wird niemals allein serviert. Traditionell kommen Fladenbrot (Lavaş oder Pide), frisch gegrillte Tomaten und grüne Paprikaschoten dazu, die ebenfalls auf dem Mangal kurz Farbe nehmen. Dazu reicht man oft Cacık – einen Joghurt-Gurken-Dip mit Knoblauch und getrockneter Minze –, frische Petersilie und rohe Zwiebeln mit Sumach.

Die Kombination aus rauchigem Fleisch, knusprigem Brot und frischen, säuerlichen Beilagen ist kein Zufall: Sie balanciert die Intensität des Grillguts und reinigt den Gaumen zwischen den Bissen. Dieses Zusammenspiel der Aromen ist ein Kernprinzip der türkischen Tafelkultur.

Einen Überblick über alle Gerichte und Beilagen findest du auf der türkischen Speisekarte des Antalya Ingolstadt.

Wer mehr über die Geschichte der anatolischen Grillkultur erfahren möchte, findet auf der Wikipedia-Seite zu Kebab einen guten Überblick über Herkunft und Verbreitung dieser Küchentradition.

Häufige Fragen

Ein Mangal ist ein flacher Holzkohlegrill mit sehr geringem Abstand zwischen Glut und Rost. Er erzeugt trockene Strahlungshitze und ein intensives Raucharoma, das Gas- oder Elektrogrills nicht erreichen können.
Traditionell wird Lamm bevorzugt, da es aromatischer und fettreicher ist als Rind. Für Şiş Kebab wird auch Hähnchenfleisch verwendet, für Köfte oft eine Mischung aus Rind und Lamm.
Pul Biber sind getrocknete, grob gemörserte türkische Chiliflocken mit mittlerer bis starker Schärfe. Adana Kebab ist merklich schärfer als die meisten anderen Kebabvarianten, aber für Chiligewöhnte gut verträglich.
Ja. Neben Fleischgerichten werden auf dem Mangal auch Gemüsespieße, gegrillte Auberginen und Paprika zubereitet. Diese Gemüse bilden oft die Basis für Gerichte wie Ali Nazik oder Patlıcan Kebab.

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