Türkish Soulfood - Authentische türkische Küche
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Lahmacun oder Pide – was ist der Unterschied? Teig, Belag und Genussmoment im direkten Vergleich erklärt.
Dollstraße 6
85049 Ingolstadt
Lahmacun – im Deutschen oft „türkische Pizza“ genannt – ist ein hauchdünnes, knuspriges Fladenbrot, das mit einer würzigen Mischung aus Hackfleisch, Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Gewürzen wie Kreuzkümmel und Sumach belegt und im Steinofen gebacken wird. Der Name stammt aus dem Arabischen: lahm (Fleisch) und ajin (Teig). Die Scheibe ist rund, dünn wie ein Crêpe und wird traditionell mit frischer Petersilie, Zitronensaft und manchmal dünnen Zwiebelringen gegessen, aufgerollt und in der Hand gehalten.
Lahmacun ist ein Streetfood-Klassiker, der in der Türkei an jeder Ecke verkauft wird. Er ist leicht, schnell und sättigend zugleich – und dabei überraschend komplex im Geschmack. Wer es zum ersten Mal probiert, ist oft überrascht, wie aromatisch ein so simples Gericht sein kann.
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Pide ist das große Bruder-Konzept: ein längliches, bootsförmiges Hefeteig-Brot, das gefüllt, nicht bestrichen wird. Der Rand wird nach oben gefaltet und leicht zugeklappt, sodass die Füllung im Inneren gart. Das Ergebnis ist saftig, weich innen und goldbraun außen – eher eine Mahlzeit für sich als ein Snack.
Die Füllungen sind vielfältig: von Hackfleisch (kıymalı) über gewürfeltes Lammfleisch (kuşbaşılı) bis zu Käse (kaşarlı), Spinat (ıspanaklı) oder Ei. Pide wird mit einem Messer portioniert und warm serviert – oft mit frischer Butter, die auf dem heißen Teig schmilzt. Es ist ein echtes Komfort-Essen, das satt macht und wärmt.
Mehr über die verschiedenen Pide-Varianten und die Vielfalt der türkischen Küche erfährst du auf der türkischen Speisekarte des Antalya in Ingolstadt.
Der wichtigste Unterschied liegt im Teig selbst: Lahmacun-Teig enthält kein Fett und kein Ei, er wird extrem dünn ausgerollt – fast transparent. Beim Backen wird er knusprig wie Knäckebrot, aber bleibt dabei biegsam genug zum Aufrollen. Pide-Teig dagegen ist ein klassischer Hefeteig mit Öl und etwas Zucker, der geht, luftig wird und im Ofen aufgeht.
Auch die Backtechnik unterscheidet sich: Lahmacun braucht sehr hohe Temperaturen (oft über 400 °C im Holzofen) und ist in 2–3 Minuten fertig. Pide backt länger, bekommt dabei eine goldene Kruste und eine weiche, dampfende Innenseite. Das ist auch der Grund, warum Pide gefüllt, nicht belegt wird – der Teig würde sonst austrocknen.
Auf Wikipedia findest du einen guten Überblick zur Geschichte und regionalen Variationen der Pide in der Türkei.
Die Wahl zwischen Lahmacun und Pide hängt davon ab, worauf du gerade Lust hast – und wie hungrig du bist. Hier ein paar Anhaltspunkte:
In einem türkischen Grillrestaurant in Ingolstadt wie dem Antalya findest du beide Klassiker auf der Karte – frisch aus dem Ofen, nach traditionellen Rezepten zubereitet.
So unterschiedlich Lahmacun und Pide auch sind – sie teilen eine wichtige Eigenschaft: Beide sind seit Jahrhunderten Teil der anatolischen Küche und wurden ursprünglich von Bäckern in Holzöfen gebacken. Beide stehen für die Philosophie, aus einfachen Zutaten etwas Großartiges zu machen.
Und beide schmecken am besten frisch aus dem Ofen, heiß, mit einem Glas Ayran daneben. Das ist keine Frage von Lahmacun oder Pide – das ist einfach gutes Essen.
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